| 19. Jahrhundert |
| Geschrieben von: Administrator |
| Freitag, 31. Oktober 2008 um 21:50 |
Obwohl das Schloss nur noch eine von Dornen überwucherte Ruine war, so stellte doch der Gutshof und vor allem aber die dazugehörigen Waldungen einen recht beträchtlichen Wert dar. So fanden sich zur Versteigerung mehrere Bewerber, von denen der Straßburger Rentier Rausch den Fleckenstein ersteigerte. Doch überließ dieser bald seinen neuerworbenen Besitz dem Direktor der Salinen von Sulz u. W. Bertrand, von dem er 1807 an den Straßburger Jean Louis Apffel überging. Dieser vermachte dreiviertel der Waldungen der Stadt Strassburg, ein Viertel seinen Neffen, die dieses Viertel 1850 wiederum verkauften, worauf es an die Herren von Dietrich in Jägertal-Niederbronn kam und schließlich 1960 an eine Straßburger Versicherungsgesellschaft. Inzwischen hatte sich aber 1812 ein Liebhaber für die Ruine gefunden, der napoleonische Brigadegeneral Harty. Damals erwarben zahlreiche Generale Napoleons, welche für ihre Tapferkeit in den Adelsstand erhoben wurden, Besitzungen und Schlossruinen, um ihrem Namen ein Adelsprädikat beifügen zu können. So hatte bereits Napoleons Kriegsminister, General Clark, die bei Neuweiler gelegene Ruine Hüneburg gekauft und sich den Titel "Comte de Hunebourg" verleihen lassen. Er war es übrigens, der seinem Onkel, eben dem Brigadegeneral Harty, die Gelegenheit des Ankaufs des Fleckensteins für 5.000, Franken vermittelte, worauf sich General Harty den Titel "Baron de Pierrebourg" verleihen ließ in dem er Fleckenstein in Pierrebourg übersetzte (bourg = Flecken, pierre = Stein). Seine Erben kümmerten sich jedoch nicht weiter um die Burg, die ja keinerlei finanzielles Interesse bot und ließen sie verfallen, sodass der Fleckenstein bald zu einem Dornröschenschloss wurde. |
| Aktualisiert ( Dienstag, 15. September 2009 um 20:41 ) |
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