| Schloss und Baronie im 18 Jahrhundert |
| Geschrieben von: Administrator |
| Freitag, 31. Oktober 2008 um 21:49 |
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Von einem Wiederaufbau des Schlosses konnte vorerst nicht mehr die Rede sein. Das Land hatte zu sehr unter den Auswirkungen des sich über 60 Jahre hinausziehenden Krieges gelitten, die Bevölkerung war zusammengeschmolzen und nur spärlich gingen die Steuern ein, da die Herrschaft, um neue Ansiedler zu gewinnen, denselben mehrere Jahre Steuerfreiheit zugestehen musste. Die Familie der Barone zog sich auf das noch bewohnbare Schloss Trimmbach zurück und überließ die Ruinen ihres Stammschlosses ihrem Schicksal. Nur der Pachthof unterhalb des Schlosses und die Waldungen wurden weiter bewirtschaftet. Es war aber, wie wenn durch die Zerstörung der Stammburg, auch die Lebenskraft der Familie zerbrochen worden wäre. Der letzte männliche Nachkomme, Friedrich Jakob, nahm sich 1710 das Leben, seinem 74 jährigen Vater Heinrich Jakob keine Hoffnung mehr auf ein Wiedererblühen des uralten Geschlechtes lassend. Resigniert ordnete dieser seinen Nachlass und um ja keinerlei Zwistigkeiten unter den erbberechtigten Töchtern und deren Ehemännern aufkommen zu lassen, ließ er diese Ordnung durch königlichen Beschluss bestätigen: die Baronie als solche wurde aufgelöst, die Lehen fielen an den König als obersten Lehnsherrn zurück, welcher sie dem Prinzen Rohan-Soubise zukommen ließ. Nur die eigentümlichen Besitzungen wurden unter den Tochtermännern aufgeteilt. So gelangte der Fleckenstein in den Besitz des Ignaz Vitztum von Egersberg, welcher 1706 Julia-Sidonia von Fleckenstein geheiratet hatte und das Schloss Langenberg bei Weissenburg bewohnte. |
| Aktualisiert ( Dienstag, 15. September 2009 um 20:31 ) |
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