| Familiengeschichte |
| Geschrieben von: Administrator |
| Freitag, 31. Oktober 2008 um 21:44 |
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Wenn die Herren von Fleckenstein eine solch erfolgreiche Rolle in der Geschichte unseres Landes spielen konnten, so So vermieden sie es, das Territorium unter den einzelnen Familienzweigen aufzuteilen. Gemeinsam wurde ein Oberhaupt gewählt, das als Repräsentant des Geschlechts die Reichs und andere Lehen annahm, worauf jeder Familienzweig einen Anteil an Dörfern und Einkünften zur Verwaltung und Nutznießung zugesprochen erhielt. Wenn also in Urkunden von Teilungen die Rede ist, so betreffen diese nur Neueinteilungen bezüglich der Nutznießung von Land und Leuten. Dabei wurde darauf geachtet, dass jeder Familienzweig stets im Genuss der gleichen Dörfer und Einkünfte verblieb. Erst nach dessen Aussterben erfolgte eine neue Zuteilung unter den überlebenden Familienzweigen. Bereits gegen 1250 spaltete sich das Geschlecht in 3 Stämme. Der Reichsschultheiss Heinrich I hatte 6 Söhne, von denen 3 in den geistlichen Stand traten, die 3 älteren jedoch die Nachfolge in der Herrschaft antraten. Um Verwechslungen vorzubeugen, legte sich in späteren Jahren jeder dieser Stämme einen zweiten Namen zu, entweder den seines Residenzschlosses, oder den der Freiherrschaft, die er durch Heirat oder Erbschaft erworben hatte. So wurde der älteste Sohn Heinrichs I. Wolfram der Begründer der Familie Fleckenstein-Dagstul, Friedrich der der Familie Fleckenstein-Sulz und Rudolf der der Familie Fleckenstein-Bickenbach. Dieser letztere Stamm teilte sich, nach dem Fleckenstein Sulz bereits 1344 erloschen war, erneut in 2 Linien und zwar in Fleckenstein Bickenbach Rödern und Fleckenstein-Bickenbach Sulz, deren letzter Vertreter als der Letzte des Stammes 1720 verstarb. den geistlichen Stand ein, wo sie dank ihrer administrativen Begabung oft zu hohen Würden gelangten. Namentlich das Domkapitel von Speyer stand ihnen zu jederzeit offen. Besonders erwähnenswert sind: Heinrich, 1290 Bischof von Speyer-Rudolf, 1308 Deutschordenskomthur zuerst in Dhan bei Offweiler, sodann in Weissenburg -Johann I., 1409 Abt zu Selz, sodann von 1423-1436 Bischof von Basel -Johann 11., 1412 -1426 Bischof von Worms Heinrich, 1519 Probst in Selz -Jakob 1519 Dechant des Erzbistums Trier -Diether, 1548 Probst von Seltz. Die Töchter, die nicht verheiratet werden konnten, traten ihrerseits in Klöster oder Stifte ein, namentlich in St. Lamprecht zu Speyer und St. Stephan zu Strassburg. Erwähnen wir unter ihnen Judith, welche 1572 hochbetagt als Äbtissin von Königsbrück verstarb. Es ist jedoch bezeichnend, dass keine in das 1237 von dem Reichsschultheiss Heinrich gegründete Familienkloster Marienbronn bei Sulz u.W .eintrat, wohl weil die Ausstattung dieses Klösterleins nicht den hohen Ansprüchen der Edelfräulein entsprach. |
| Aktualisiert ( Sonntag, 20. September 2009 um 20:50 ) |
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